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Labyrinthe mit einer geraden Anzahl von Umgängen kommen seltener vor als solche mit ungerader Umgangszahl. Sie wirken in der Grundform weniger ausbalanciert. Wenn der Weg jedesmal beim Wechsel auf einen anderen Umgang auch die Richtung (im oder gegen den Uhrzeigersinn) ändert, erreicht er bei gerader Anzahl Umgänge auf der gleichen Seite, auf welcher er in das Labrinth hineinführt auch das Zentrum. Im Gegensatz dazu führt der Weg bei ungerader Umgangszahl auf der gegenüberliegenden Seite ins Zentrum. Besondere Bedeutung Labyrinthe mit einer Achse und 6 Umgängen als Jericho-Labyrinthe erlangt. Die Stadt Jericho soll von sieben Mauerringen umschlossen gewesen sein. Diese schliessen 6 Umgänge ein, bevor man in die Stadt gelangt. Es gibt auch einige wenige historische Labyrinthe oder Labyrinth-Entwürfe mit vier Achsen und einer geraden Anzahl Umgänge. In Kern habe ich vier Beispiele gefunden [Bsp. 1 und 2], [Bsp. 3 und 4]. Keines davon hat ein symmetrisches Muster oder eine vergleichbare Vollendung wie etwa Chartres oder Reims. Symmetrische Muster und selbstkomplementäre Labyrinthe sind aber auch mit gerader Umgangszahl möglich. Hier wird das Prinzip der Symmetrie erklärt. Hier folgen zwei Beispiele von Labyrinthen mit mehreren Achsen, gerader Umgangszahl und symmetrischem Muster. Ein drittes Beispiel ist hier. Alle drei Beispiele sind vergleichbar hoch geordnet wie Chartres oder Reims.
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