Übersicht

In einer Pergamenthandschrift der Stiftsbibliothek St. Gallen findet sich diese schlichte Zeichnung. Bei dem Labyrinth handelt es sich um einen eigenständigen Typus.

Es existiert noch ein weiteres historisches Labyrinth vom gleichen Typ, was nicht leicht zu erkennen ist, da es ganz anders aussieht. Labyrinthe vom gleichen Typ können sehr verschieden aussehen.

Das Labyrinth vom Typ St. Gallen hat ein besonderes Muster, wie aus dem Vergleich mit konventionellen Labyrinthen hervorgeht. Besonders geeignet dafür ist das Labyrinth aus der Farhi-Bibel mit ebenfalls 1 Achse und 6 Umgängen, das den Ariadnefaden eingezeichnet hat. Das Besondere am Labyrinth von St. Gallen ist, dass der Weg die Achse überquert.

Es gibt noch zwei weitere historische Labyrinthe mit dieser Eigenschaft, darunter eines mit vier Achsen.

Das Queren der Achse (Hauptachse bei Labyrinthen mit mehreren Achsen) durch den Weg ist ein Merkmal, welches im Design von Labyrinthen noch kaum angewendet wurde. Hier einige eigene Entwürfe von Labyrinthen nach diesem Prinzip (alle selbstdual).